Reverenz an die

Musikgenies

Hinweise zur Benützung


Mit Ausnahme Oswalds von Wolkenstein (ca. 1376-1445) hat Tirol im Bereich der Musik keine Genies aufzuweisen. Bei seinem Musikprogramm im Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, das der kontinuierlichen und konsequenten akustischen Erschließung der Tiroler Musiktradition gewidmet war, konnte Manfred Schneider doch Bezugspunkte zu den großen Meistern der allgemeinen Musikgeschichte finden. Diese Verbindung erfolgte zum einen über die bedeutende Sammlung der Musikinstrumente des Tiroler Landesmuseums zum anderen über die Komponisten selbst, die in Werken auf Tirol Bezug nahmen, so etwa Beethoven mit seinen „Tiroler-Liedern“ und Richard Strauss über die Klavierbearbeitungen seiner frühen Symphonischen Dichtungen durch seinen Bozner Freund Ludwig Thuille oder in der Vertonung von Liedern des Tiroler Dichters Hermann von Gilm. In geradezu idealer Weise wurde bei diesen Projekten das Instrumentarium des Ferdinandeums eingebunden. Vor allem der wundervolle romantische Klang des Hammerflügels von Conrad Graf, Wien um 1836, wurde wiederholt eingesetzt, um der Musik von Schumann, Mendelssohn oder Chopin eine authentische Klangaura zu vermitteln. Die Aufführung von Schumanns Klavierkonzert in a-Moll war ein Prestigeprojekt, hatte doch Graf der Widmungsträgerin dieses Konzerts,Clara Schumann, einen Hammerflügel ganz ähnlicher Bauart geschenkt. Auch Chopin benutzte bei seinem ersten Wiener Konzertauftritt einen Hammerflügel von Graf, und so war es naheliegend, bei der Präsentation seiner berühmten Klavieretüden diesem Umstand gerecht zu werden. Für Franz Schuberts schon ganz im Geist der Romantik verhafteten Liederzyklus Winterreise war der wundersam poetische Klang des Graf‘schen Hammerflügels die beste Wahl einer stimmigen Interpretation. Die 1775 gebaute Mandoline von Johann Georg Psenner, die sich im Originalzustand erhalten hat, erwies sich gleichfalls als das ideale Instrument für die Präsentation von Mozarts Liedern für Sopran und Mandoline ebenso für Beethovens Sonatinen für Mandoline und Klavier. Die wiederum in allen Teilen original erhaltene und in ihrer Bauart noch dem Barockideal verhaftete Violine des Geigenbauers Michael Ignaz Stadlmann, Wien 1794, brachte Bachs Sonaten für Violine und Cembalo und frühe italienische Violinmusik von Fontana über Frescobaldi bis Corelli zu idealtypischer Wirkung. Ein besonderes Highlight repräsentieren die historischen und nun bereits legendären Aufnahmen von Liedern Oswalds von Wolkenstein mit dem Tenor Kurt Equiluz und Mitgliedern der Engel-Familie aus dem ORF-Archiv des Landesstudio Tirol.


Über den Link „Zur Präsentation“ kommt man zum Mosaik mit den CD-Cover. Durch Anklicken der Coverbilder galangt man zu den Booklets und der Auflistung der einzelnen Tracks, über die dann die Musikstücke aktiviert werden können.